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180Grad.#36. groß und klein

Wie bei vielen Gegensätzen... groß und klein ist relativ. Mein Kleiner, der im Altersvergleich ziemlich groß ist, hat sich dieses 180Grad Thema gewünscht. Groß und klein gab es schon, macht nix.





Was ich euch da wohl zeige?

Es ist etwas Großes. 1897 war es noch das Größte der Welt mit 65 Metern. Gegen London - 135m -  oder Singapur - 165m - ist es wirklich klein... das Wiener Riesenrad.


Trotzdem fühlt man sich beim Blick aus dem Fenster gleich ziemlich klein.

  
Wien ist eine sehr niedrige Stadt im Vergleich zu andern Großstädten. Bei der Fahrt ist mir aufgefallen, wie sehr die Stadt in den letzen Jahren in die Höhe geschossen ist. Etliche "Wolkenkratzer" sind dazugekommen.


Richtig groß und erhaben fühlt man sich da oben.


Wie klein schaut es in der Lacke aus!
The Vienna giant ferris wheel in a small puddle for James's Weekend Reflections.

Und ihr? Wo entdeckt ihr groß und klein? Teilt es mit uns, wenn ihr wollt.

September 12tel


Die Steckerl vorm Keller stehen bereit zum Grillen. Die roten Bäckchen leuchten von Baum. Er scheint sich ein wenig geschüttelt zu haben, der große Apfelbaum. Satt und grün leuchtet der Untergrund, blau spannt der Himmel seine Schwingen über die Herbstidylle. Aber man kann ihn schon erahnen, den nahenden Winter. Manche Bäume stehen schon ein wenig schütter da. Und auch wenn mir die Sonne am Rücken schein, der Wind bläst stetige Kringel ums Objektiv.


Ganz genau!


Wer uns mal besuchen möchte... Am Weltall-Shirt des kleinen Fuchses finden sich unsere Koordinaten wieder. Bitte unbedingt weitergeben, falls ihr auf Außerirdische treffen solltet. Sie wären herzlich willkommen. Auch Astronauten, Kosmonauten,... wären in Ordnung. Vielleicht habt ihr da jemand in eurem Bekanntenkreis?

 
Schnitt:  Tomboy, Größe 134

Seifenblasen





RGZS...das hab ich!!!


Die liebe Martina Knuddelwuddels hat einen Sew-Along ins Leben gerufeen und meint sie leide wohl auch an RGZS = Risikobehaftetes-Größenwahnsinniges-Zeitmangagement-Syndrom. Allein für diese Diagnose, die voll auf mich zutrifft, gehört sie mal geknuddelt!

Nun, ich werde mit folgendem Kleid teilnehmen:


Der Schnitt liegt schon auf meiner Festplatte. Ein Anfang - heißa!
 
Der Wirkliche Größenwahn beginnt aber mit der nächsten Entscheidung...


... ich werde auch beim Wintermantel Sew-Along teilnehmen. RGZS in Reinkultur!!! Meine Ideen kreisen um die Schnitte 6, 15, 18 und 19 aus der Ottobre 5/12. Ja, das hier ist wesentlich unausgegorener, aber das wird schon! Ihr wisst schon... Risikobehaftetes-Größenwahnsinniges-Zeitmangagement-Syndrom...








 

Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?


Zwilling, Drilling... oh du meine Güte!


Wundervolle Spiegelungen haben sich vor dem
Niederösterreichischen Landesmuseum in St. Pölten ergeben.




Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?
Wir alle hatten totale Freude beim Motivesuchen.


Twins, triplets - oh my goodness!
Funny reflections in front of Lower Austrias state museum. 

Stadtmusik - Geburtstag


Das kleine Füchslein hat im Mai das Schätzspiel der Hollabrunner Stadtmusik gewonnen. Erster Preis: Die Kapelle spielt ein Ständchen für den Gewinner. Sofort war klar - das gibt ein gscheites Fest. Dieser Tage feiert das Füchslein seinen siebenten Geburtstag und die allerersten Schultage sind vorbei - ein guter Grund für ein riesiges Fest.


In den letzten Nächten vor dem Geburtstag ist eine 30 m lange Wimpelkette entstanden, eine Stunde vor Beginn des Festes der Luftballon-Regenbogen. Meine Schwester hat das Fest ein wenig luftlos begonnen ;-)



Das Fest startete am Nachmittag mit dem Kindergeburtstag. 14 Kinder flitzten in der Wiese und unserem Gässchen herum. Zu viele für eine "normale" Geburtstagsfeier, für dieses Fest hat es gepasst.


Nach Würstl und Geburtstagstorte trudelten schön langsam auch die restlichen Gäste ein: die Eltern der Kinder, sämtliche Nachbarn, Freunde, Verwandte, Bekannte, ...



... und die Stadtmusik! Ich hatte Angst das Brimborium könnte das kleine Füchslein überfordern. Aber die Freude war riesig!



Unglaublich mutig hab ich das kleine Füchslein gefunden! Freudig hat es sich von allen gratulieren lassen. Und selbst als es ans Dirigieren ging, war er nicht aus der Ruhe zu bringen. 25 Musiker lächelten ihn an und 80 weitere Gäste betrachteten ihn entzückt - jeder Erwachsene hätte wohl spätestens an dieser Stelle butterweiche Knie bekommen.






Was für ein unvergessliches Fest! Herzlichen Dank an die Stadmusik! Die Musiker sind nicht einfach nur gekommen und haben gespielt - sie sind auch hervorragend auf das Kindlein eingegangen, haben entzückende Geschenke gebracht.



Irgendwann mussten die Musiker dann zur Probe, was viele andere Gäste kein bisschen am Heimgehen hinderte. Der ganz harte Kern übersiedelte dann sogar hinein und schmauste und trank dort weiter.



So spät wie nie zuvor schwebte ein glückliches, müdes Füchslein ins Bett. Manche Dinge im Leben sind einfach etwas ganz, ganz Einzigartiges! Der siebente Geburtstag des kleinen Füchsleins wird uns allen wohl ewig in Erinnerung bleiben!




180Grad.#35.süß und sauer

Mein Essensvorlieben haben sich in den letzten Jahren geändert. Wenn ich früher genascht habe, dann ausschließlich süß. Torten, Schoko, Kekse,... waren viel lieber als Chips, Erdnüsse oder Soletti.
Nun ist es umgekehrt. Zu Schokolade greife ich immer weniger. Dafür muss ich aufpassen nicht zu viel Knabbergebäck in Reichweite zu haben.
Besonders erstaunt bin ich, dass sich diese Vorliebe auch am Frühstückstisch durchschlägt. Früher war es undenkbar für mich etwas pikantes zum Frühstück zu essen. Der Gedanke Eierspeise mit Speck zum Frühstück zu essen kam mit nur nach durchzechten Nächten. Dafür habe ich Berge an Marmelade verdrückt. Nun ist es wieder andersrum. Unter der Woche ist mir ein Butterbrot viel lieber als ein Marmeladebrot, und am Wochende, wenn es Zeit gibt, dann esse ich gerne Käse und Wurst aufs Brot.

Durch und durch süß sind aber folgende Bilder:




Die Oma des Füchsleins hat  die Tortendeko für die Geburtstagstorte übernommen. Drei wundervolle Füchse hat sie mitgebracht. Das kleine Füchslein wollte aber selbst auch einen machen. Unter Omas Anleitung ist also der Vierte entstanden. Und sooooooo süß geworden! Nichts Saures in Sicht ;-)

Und ihr? Wo begegnet euch süß und sauer? Teilt es mit uns - wenn ihr wollt.

Festhimmel



Schultüten-Fuchs Leiberl

Endlich!
Der sehnlichst erwartete erste Schultag ist vorbei!




Ich habe das Gefühl in Österreich wird der erste Schultag wesentlich ruhiger begangen als z.B.  in einigen Gegenden Deutschlands. Als ich Kind war hatte noch wenige Kinder eine Schultüte, zu dieser Zeit schwappte der Brauch erst zu uns. Auch was Kleidung, Feste, Deko angeht, geht es in unserer Gegend recht gelassen zu.


Als ich vor einem guten halben Jahr bei Alles für Selbermacher das Schultüten-Fuchs-Bügelbild entdeckte MUSSTE ich natürlich zuschlagen. Am Buchstaben-Stoff konnte ich genausowenig vorbeigehen wie am ABC-Webband. Die Initialien des kleinen Fuchses liegen praktischerweise genau nebeneinander und passen hervorragend auf den Kragen! 
Genäht habe ich wieder den Kapuzenpulli aus Ottobre 3/14, wie auch schon hier - aber eine Spur kleiner. Alle Stoffe sind GOTS Stoffe von Lillestoff.


Das Kindlein ist der größte Mausfan zwischen hier und Köln, deshalb ist aus einem Bogen Mauspapier eine flotte Schultüte entstanden. Fett genug um ein personalisiertes Buch aufzunehmen, Buchstaben-Nudeln, einen Bücherhalter, Socken mit eingestickten Tagen und eine Tafel Schoko. Die größte Freude hat ihm aber mit Abstand der Schultüten-Fuchs am Shirt bereitet. 


Ich bin die feine Mischung!


Liedtext von STS  aus dem Jahr 1995 - er ist aktuller denn je. Der Text ist österreichisch, also nicht für alle sooo gut verständlich. Zur Verschärfung singen noch drei Steirer... :-) Deshalb klickt auf das Youtube-Video für den Sound und lest mit.


In letzter Zeit wird das scheinbar wieder modern,
ich kann das alles langsam nicht mehr hören!
Immer wieder der selbe alte Käse:
Blut und Boden, Volk und Rasse!

Reinrassig sein ist wieder was wert,
ja sind wir vielleicht Hunde oder bin ich ein Pferd?
Doch bevor ich da groß etwas erzähle,
gestatten bitte, dass i mich vorstelle:


Mein Urgroßvater war ein Bergbauernbub,
ein Lederhosen-Jodler, deutsch als wie nur.
Seine Frau ein Kindermädchen aus irgendeinem Nest
zwischen Balaton und Budapest.
Der andere ein Fahrender, so hat man gesagt,
ein Fescher, die Uroma hat nicht lang gefragt.
Und ich stehe vor dem Speigel und ich schau mich an
und dann sag ich: Alle Achtung, an dem ist was dran!



Ich hab ein Kopftuch auf, eine Kippa, einen Steirerhut!
Und wo der Wildbach rauscht, da bringt mich keiner fort,

ich stehe auf Hammelbraten und auf Kaiserschmarren
und ohne Tamburizza-Musik wäre ich verloren!

Ich bin aus Indien, ich bin aus Palästina,
aus der Wachau, der Ramsau, sogar aus Afrika und China.
Von da und dort, von dort und da,
in meinem Blut, na hab' i die Ehre, da spielt es sich ab.


                 Ich bin die feine Mischung, Special Blend,
                 solche wie mich, weißt du wie man die nennt?
                 Ich bin die wilde Sorte, da werden Braune bleich -
                 Ich bin aus Österreich.


Wenn ich Kärntnerlieder höre, was ich das alles spüre,
ja da singt er gleich mit, der Slowene in mir!
Und bringt mich die ganze Welt zum Weinen
muss ich auf der Stelle eine Tuba hören.
Ich bin ein böhmischer Jude, ein Zigeuner aus Wien,
bin Sennerin, Hausmeister, Muezzin,
ich bin ein junger Römer, ein alter Kroate -
wenn es mich nicht gäbe, das wäre ewig schade!


                 Ich bin die feine Mischung, Special Blend,
                 solche wie mich, weißt du wie man die nennt?
                 Ich bin die wilde Sorte, da werden Braune bleich -
                 Ich bin aus Österreich.


Der eine heißt Drago, is blond und schaut mit blauen Augen in die Welt
Der and're heißt Gert und schaut genau so aus
Wie man sich halt so einen Drago vorstellt
Die einen sind arisch, die anderen sind narrisch
Manche sind beides zugleich
Es mischt sich halt alles, so oder so
Bei uns in Österreich


                 Ich bin die feine Mischung, Special Blend,
                 solche wie mich, weißt du wie man die nennt?
                 Ich bin die wilde Sorte, da werden Braune bleich -
                 Ich bin aus Österreich.



Mein Mädchenname Truschnigg stammt aus der Südsteiermark. Er kommt aus dem Slawischen, wo er so viel wie Bahnwärter bedeutet. Ich scheine wohl Vorfahren am Balkan zu haben.
Ich esse, wie alle Österreicher gerne Wiener Schnitzel - das kommt allerdings aus Venetien. Gulasch kommt natürlich aus Ungarn. Topfengolatschen, Liwanzen, Mohnnudeln, Buchteln, Serviettenknödel - alles aus Böhmen. Palatschinken kommen aus Rumänien und die Gugelhupfform haben uns die Römer vererbt. Und alles ist sooooo österreichisch!

Tja, ich bin wohl auch so...

Ich bin die feine Mischung, Special Blend,
solche wie mich, weißt du wie man die nennt?
Ich bin die wilde Sorte, da werden Braune bleich -
Ich bin aus Österreich!


180Grad.#34. Licht und Schatten


Richtig freundlich blinzelt es einem zu, das Hollabrunner Kino - die Lichtspiele.


Allerdings spielen sich die einzig bewegten Bilder außerhalb ab. Täglich spiegeln sich viele Autos vom gegeüberleigenden Freibad in der Voranzeigen Tafel, die wunderschöne Licht- und Schattenspiele erzeugt.


Mein Mann kann sich gar nicht mehr erinnern wie lange es schon zugesperrt ist.
15 Jahre? 20 Jahre?

  
Manchmal denk ich mir: Fein wär das, so ein schnuckleliges Kino in meinem Städchen! Aber ob ich da oft hingehen würde? Ich bezweifle es. Mit einem jungen Kind zu Hause und einer vollen Arbeitswoche sind Abendtermine rar gesät. Und wenn mal Fortgehzeit für uns beide bleibt, dann hören wir uns Musik an. Viele Dinge verändern sich im Lauf der Zeit. Die kleinen Kinos des Weinviertel sind allesamt davon betroffen. Ein Schattendasein führen diese Lichtspielhäuser nun.

Und nun ihr! Wo begegnet euch Licht und Schatten? Teilt es mit uns, wenn ihr wollt.