Top Social

Jänner 12tel 2016


Wenn man meinen 4-Jahres-Blick betrachtet, dann könnte man meinen bei uns ist der Jänner schneereich. Wirklich viel Schnee - den ganzen Jänner über! - gab es nur 2013 im Garten. Der Waldrand 2014 kann nur mit interessanten Wolken punkten. 2015 und 2016 reichte es wenigstens zum Toben. was man auch gut sehen kann: Es ist düster bei uns im Jänner. Die Sonne lässt sich meist nicht all zu oft blicken.



Meinen neuer 12tel Blick befindet sich in Langenlois, ihr blickt auf das beliebte Ausflugsziel Loisium. Der Kubus ist der oberirdische Teil der Weinerlebniswelt. 

Die Fassade ist zur Gänze aus Aluminum. Sie kann mit etwas mehr Licht als an diesem Tag wirklich wundervoll aussehen! Unter der Erde erstreckt sich das 900 Jahre alte Kellerlabyrinth, das sich im Grunde durch die ganze Langenloiser Altstadt zieht.


Der Kubus steht auf einem Plateau über der Altstadt, dann geht es aber noch richtig hoch hinauf, auf den Schiltinger. Oben am Schiltinger liegt die Katastralgemeinde Schiltern. Der Weg durch die Weingärten ist gesäumt mit unzahligen Wissenstationen und Kunst-Installationen. Am Bild kann man nur erahnen, wie fein der Kubus aussehen kann. Ihr konnt den Kirchturm entdecken, links davon befindet sich das Loisium. Die sehr spärliche Sonne dieses Winternachmittags bringt eine Seite zum Spiegeln.


Auf dem Hochplateau ist in den letzten Jahren eine große Siedlung entstanden (hinter mir). Früher war der gänzlich frei stehende Kubus wesentlich beeindruckender, aber der Siedlungsname "Lange Sonne" ist Programm! Meine Schwester hat eine Wohnung dort. Das ist auch der Grund warum ich mich für diesen Blick entschieden habe. Ich hatte fototechnisch interessantere Blicke im Auge, aber so "muss" ich einmal im Monat fotografieren und ein Spiele-Nachmittag ist die nette Nebenerscheinung.



Ich freue mich schon so auf eure neuen Ein- und Ausblicke. Wie immer bei Tabea - danke dir!

Putz-Pinguin

Ich putze nicht gerne.

Aber wenn so ein kleiner Putz-Pinguin
das Bad unter Wasser setzt
ist das doch irgendwie zauberhaft.

I hate to clean the house.
But with this little penguin it works. 

Dezember 12tel 2015


Normalerweise fallen mir Jahreswechsel sehr leicht. S
Sie sind mir nicht wichtig, es ändert sich ja nur eine Zahl an der Einerstelle. Das wirklich große Fest zu dieser Zeit ist Weihnachten für mich, Silvester ist mir echt egal. Vorsätze wälze ich keine - ich kenne mich zu gut. Änderungswünsche brauchen den richtigen Zeitpunkt, einen von mir gewählten. Jahresanfänge beschäftigen mich nicht sehr. Ich freue mich einfach auf das was kommt.

Aber heuer ist das irgendwie anders.  Es fällt mir schwer das Jahr 2015 loszulassen - ich habe das Gefühl es noch nicht verlassen zu haben. Es war kein leichtes, unbeschwertes Jahr. Es hat einige Abschiede beinhaltet. Abschiede von Träumen und Personen. So trüb das nun klingt, es fallen mir auch unzählige wundervolle Begebenheiten in diesem Jahr ein - mein Glas ist eben tendenziell halb voll statt halb leer.

Zum Jahresende hin ist mir das Jahr richtiggehend in den Fingern zerronnen. Schön langsam klaube ich die Fäden wieder auf und webe mir ein Ende.

Ein Abschluss - auf den ich mich richtig gefreut habe - ist die Vollendung meines 12tel Blickes. Der genaue Blick auf Summeres Weinkeller endet bei Prachtwetter und einigen Schneeflöcken. Dadurch wird die Fotoschleife so richtig schön rund!

Es ist bereits der Dritte 12tel Blick! Wehmut und Freude mischen sich auch hier kunterbunt durcheinander.







Doch Mittwochs - wie auch an anderen Tagen - möchte ich den Tag mit guten Gefühlen beenden. So weh er tut, mein Gartenblick 2013 - er stimmt mich dankbar und fröhlich. Daher muss ich euch den November und Dezember 2013 nochmals zeigen:




Die letzte Näharbeit


Die letzte Näharbeit des Jahres 2015 ist auch die allerletzte die ich für meine Mama machen durfte. Über den Dezember verteilt sind einige Hauben entstanden um ihren kahlen Kopf zu schützen. Schutz vor Kälte aber auch vor Blicken.
Das allerletzte Nähwerk ist gemeinsam mit dem kleinen Fuchs entstanden. Er hat für seine Oma ein Botschaft eingenäht. Zur äußeren Wärme gesellt sich also hier noch eine innerliche Wärme dazu. Und die konnte sie brauchen, meine Mama. Denn es war Zeit zu gehen.

Wir sind traurig.
Aber auch dankbar!
Dankbar, dass sie 14 Jahre ihren Mitbewohner Krebs in Schach gehalten hat, ihm nicht erlaubt hat Oberhand zu bekommen. Auch wenn viele leidvolle Tage dabei waren - sie war immer positiv. Ich kenne keinen positiveren Menschen als meine Mama! In diesen 14 Jahren ist meine Schwester erwachsen geworden, der kleine Fuchs ist sieben. Ihm war sie ein feine Oma! Ich bin so dankbar, dass sie so lange für uns gekämpft hat.

Dankbar bin ich auch, dass wir sie in den allerletzten Tagen begleiten konnte. Sie lag im Krankenhaus Krems, auf einer ganz normalen Station. Die Art wie Schwestern, Ärzte, Pflegehelfer, Reingungsdamen mit ihr - und uns Angehörigen - ungegangen sind, das war äußerst achtsam. Das ganze Umfeld war wesentlich liebevoller als ich es mir zu wünschen gewagt hätte. Tag und Nacht, einfach immer, war jemand von uns bei ihr. Was für ein Segen!

Diese Zeit des Abschiednehmens war eine intensive. Emotional und zeitlich eine Hochschaubahn der Gefühle. Doch in dieser traurigen Zeit waren auch unglaublich viele kleine, feine Begebenheiten verborgen. Ich habe das Gefühl in diesen Tagen einige kleine, feine, immatrielle Schätze gesammelt zu haben. Ich bin mir sicher das musste so sein. Diese Kleinigkeiten wollte Mama uns noch mitgeben. Danke!