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Weiß


Weiß, so lautet das Monatsmotto für selbstgenähte Kleidung bei Tweed&Greet. "Wie passend!", dachte ich. Das Kind hatte Mitte des Monats Erstkommunion und es war absehbar, dass ein Kleidchen wohl viel zu kalt werden würde. Plan: Endlich eine weiße Bluse nähen! Weiß und ich sind nicht so dick befreundet miteinander. Ich habe meine Gedanken schon mal im Februar zu Beige niedergeschrieben, das gilt auch für Weiß. Aber zu so einem großen Fest habe sogar ich das Bedürfnis mal nobel, adrett und so wie alle gekleidet zu sein.


Tja, und wenn ihr jetzt die Bilder seht denkt ihr wohl: "Weiß? Nobel?!?" Gut, das kann ich euch nicht verdenken. Mein Plan von der weißen Bluse mit blauer Hose und zartoranger Jacke ist irgendwie schief gegangen. Jacke und Hose hängen seit Jahren im Kasten, aber die Bluse... Drei Probeteile habe ich genäht, ich erspare euch die Details! Irgendwann wir es ihn geben, den eigenen Blusenschnitt. Der Körper sitzt schon recht gut, aber die Ärmel passen einfach noch nicht.



Da ich neben dem Nähen och so ein paar klitzekleine andere Aufgaben in meinem Leben habe, war drei Tage vorher klar: Das wird nix. Außerdem war klar das Wetter wird nicht nur schirch sondern echt grausig.

Planänderung: Ich nähe ein weißes Shirt. Hab ich gemacht, sowas geht mir ja schon echt fix von der Hand. Der Bio-Lillestoff Tante Klara wartete sowieso schon auf einen besondern Auftritt, der Schnitt ist Statement aus Ottobre  2/17, mit etlichen Änderungen.

Jaja, ich hör das schon wieder einige meckern: "Das ist weiß? Und dezent?"
Also weiß ist es! Zumindest der Grund. Und dezent ist das Muster vielelicht nicht, aber ich mag es! Punkt. Passt so zu mir. Irgendwie eh viel besser als eine weiße Bluse.

Zum Leiberl hat mir die Orange Jacke bloß nicht mehr gefallen, das war dann irgendwie zu viel. Also lieber das wärmste Jackerl (war gut so!) das ich besitze. Hat meine Oma aus türkisem Wollstoff vor etwa 20 Jahen für mich genäht. Damals hat noch ein Pulli drunter gepasst... aber sooooo kalt war es auch wieder nicht ;-)
Die dunkelblaue Hose war dann irgendwie auch nicht mehr das Wahre, lieber im Ton der Jacke bleiben. Fertig war mein Festtagsoutfit.

Außerdem reihe ich mich mit dem brandneuen Outfit bei den modischen Matronen ein. Monatsmotto - Blumen. Volltreffer also.


Magisches Motto - Auf der Straße


Mein Arbeitsweg führt morgens direkt nach Osten. Es ist ein unspektakuläres Stückerl Straße im Weinviertel. So einfach und unbesonders wie das Weinviertel selbst. Aber morgens mag ich das Stückerl besonders gerne. Einst widerwillig hierher gezogen freunde mich an, mit dem Weinviertel.

maritime Sehnsucht



Luftlinie Hollabrunn - Adria  367 km
Luftlinie Hollabrunn - Ostsee 607 km
Luftlinie Hollabrunn - Nordsee 762 km
Luftlinie Hollabrunn - Atlantik 1322 km



Jedes Jahr wenn es warm wird, dann kommt sie wieder. Meine Lust aufs Maritime. Wenns grünt, treibt und blüht, dann wandle ich gerne in rot-weiß-blau rum.


Das Shirt ist alt. So oft getragen, dass der Kragen wohl nur mehr ein paar Wäschen hält. Roter Ersatz muss also baldigst her!

Die Hose ist ein Jahr alt, hat es aber noch nicht zu einem eigenen Post gebracht. Tssss!
Der Schnitt ist von mir und verbessert sich von Hose zu Hose. Den Twill mag ich sehr gerne. Er ist schön steif und hält meine Pölserchen zusammen, ist aber trotzdem nicht dick. Gekauft habe ich ihn vor Ewigkeiten bei Biostoffe.at.
Bei dieser Hosen-Ausgabe bin ich noch nicht ganz mit dem Bund zufrieden. Er ist hinten zu kurz geraten, auch die Weite war nicht perfekt. Darum habe ich im rückwärtigen Teil ein Gummiband eingezogen. Nun sitzt sie auch ohne Gürtel gut.
Richtig daneben gegangen sind die rückwärtigen Hosentaschen. Die Form ist schrecklich unvorteilhaft. Da sie aber komplett dunkelblau ohne Kontrastnähte sind ist auch das in Ordnung. Der Zipp ist fürchterlich eingenäht, aber das sieht man von außen nicht. Im letzten Jahr habe ich wirklich das Zippeinnähen gelernt, geholfen hat mir diese Anleitung von Walter Lunzer.


Die Weste ist neu. Der Rest der Welt sagt zu dem Teil Jacke, ich weiß. Aber ich bleibe da standhaft österreichisch. Der Schnitt kommt aus der Ottobre 5/15 heißt  Georgeous Grey. Eigentlich ist es ein Strickmantel. Ich habe den Schnitt auf die passende länge gekürzt und den Schnwung am Ärmel ein wenig "begradigt", da meine Stoffe wesentlich fester fallen als Strickstoff.
Richtig gut geworden ist die Haptik der Stoffkombination. Der gestreifte Körper ist aus einem Jaquard Jersey. Die Ärmel sind aus dunkelblauem, sehr dickem aber weichen Interlock, Paspel und Schlakragen aus normalesm Jersey. Irgendwie haben alle drei Komponenten die perfekte Kombination aus Festigkeit und Anschmiegsamkeit. Acuh diese Stoffe sind von Biostoffe.at.  


Der Sinn des Sandsturms



Mehr Interpretationen über die Sandsturm-Stelle von Haruki Murakamis "Kafka am Strand" findet ihr bei Holunder.

April 12tel 2017


Es ist einfach super, wenn man Freunde hat die sich für einen zum Affen machen! Danke Susanne - mamimade!

So sieht das erste Quartal des heurigen Blicks aus. Es erstaunt mich jedes Jahr wieder aufs Neue wie sehr sich das Licht ändert!



Und nun mein heißgeliebter 5-Jahres-Blick.



Alles neu macht hier der Mai! Wie kommt ihr denn mit meinem neuen Blogdesign zurecht? Könnt ihr die Schrift gut lesen? Ist es euch zu Grau hier?






Gelb


Gelb ist die April-Farbe bei 12colours of handmade fashion! Was hab ich mich auf die Farbe gefreut! Ich hatte richtig Lust auf ein gelbes Teil... und dann kam sie mir plötzlich abhanden, die Inspiraton. Futsch! Einfach weg.


Andrea -Holunder- hat mir mit ihrem Post das entscheidende Hölzchen zugeschupft. Der Spruch von Phil Bosmans hat mich nicht mehr losgelassen. Der Shirtschnitt ist Statment aus Ottobre 2/17. Und dass meine aufgepinselte Sonne herrlich im Sonnenlicht glitzert, das müsst ihr mir einfach glauben. Besonders genial ist es, dass Leiberl und Schuhe wirklich exakt denselben Gelbton haben.

Ich bin nicht jemand der lange traurig ist, ewig grübelt oder sich leicht beleidigen lässt. Klar ziehen auch bei mir mal Regenwolken auf. Die entwickeln sich auch schon mal zu einem Gewitter. Aber die Sonne kommt einfach ganz rasch wieder durch. Und wenn es nur ein paar Strahlen sind - ich seh sie am Horizont!

Modische Matrone am Fashion Revolution Day #HAULTERNATIVE

Vor vier Jahren starben 1127 Menschen in Bangladesch, 2438 wurden verletzt. Alles Menschen, meist Frauen, die unsere Kleidung genäht haben. Das Unglück war vorhersehbar, das Gebäude eigentlich gesperrt. Aber die Profitgier, der oft europäischen Firmen, duldete keine Arbeitspause. Was dein und mein Beitrag zu diesem Unglück ist hat Susanne -mamimade- in diesem Post wunderbar zusammengefasst. Wenn ihr ganz gute Nerven habt lest diesen Artikel aus der Zeit. Er ist toll geschrieben!

Was tun?
Wie gegensteuern?

Meine heurigiger Beitrag zum Fashion Revolution Day:
Ich werde Matrone!
Ich sehe die Fülle
und nicht den Mangel in meinem Kleiderkasten!



Dieses Tryptichon hat Mano gemalt. Es dient den modischen Matronen als Stylevorlage für dieses Monat. Zum Niederknien genial ist etwa Beate -bahnwärterhäuschen- , bei Natalia -In The Writer´s Closet- und Tina -Tinaspinkfriday- könnt ihr euch verlinken.

Matrone? Klingt nicht gut in unseren Ohren. Früher war das ein positiv besetzter Begriff für Frauen die mit beiden Beinen im Leben standen. Und LEBEN ist auch das Stichwort für den Fashion Revolution Day. Die Näherinnen in Asien, die täglich ihre Familie mit viel Arbeit und wenig Lohn durchbringen, sind auch solche Matronen!

Als ich Manos Bild sah dachte ich: Oh! Da hab ich nicht viel im Kasten. Beim zweiten Blick wurde mir klar, dass es eigentlich drei Farben sind die ich liebe: kräftiges Grün, Lilatöne und Türkisblau und es gibt wirklich viel davon im Kasten! Nur in dieser Kombination hab ich sie noch nie gesehen.




So marschiert die Matrone morgen in die Schule.

Schal: selbst gestrickt - Das grüne Unaussprechliche
Jacke: Hess Natur
Shirt: selbst genäht - Flieder Shelly
Tasche: selbst genäht - Wald4tel.4Mädls.4Taschen
Hose: selbst genäht - noch ganz frisch ohne Post
Socken: Waschbär
Schuhe: Waldviertler



So begibt sich die Matrone zur Pilates Stunde.

Loop: selbst genäht - Restlwerk, war zu unspektakülär für einen eigenen Post
Shirt: selbst genäht - Lila
Pulli: Hess Natur
Tasche: ein genähtes Geschenk von Finestoff
Hose: selbst genäht - fuchsige Pyjamahose
Socken: selbst gestrickt, so alt dass es keinen Post dazu gibt
Schlapfen: Waldviertler



So spaziert die Matrone zur befreundeten Matrone.

Tuch: Kufyia aus Palestina, durch diesen Post bin ich darauf aufmerksam geworden
Shirt: selbst genäht - Der Baum und ich
Tasche: selbst genäht - Fleckerl Bube
Jacke: Hess Natur
Hose: Einziges nicht fair gefertigtes Teil der Runde. Jeans sind mein wunder Punkt. Kennt jemand eine Bezugsquelle fair gefertigter Jeans die LÄNGER als normal sind? Mir sind Hosen in Standardlänge zu kurz.
Socken: Hess Natur
Schuhe: Waldviertler


Ich möchte mehr auf die Fülle achten und weniger auf den Mangel! Nicht nur Mittwochs! Ein Vorsatz für die nächste Zeit, modisch aber auchin der Beziehung, der Arbeit,... ganz allgemein.


 

Frühlingspost 2017 - Minibuch


Ein wenig traurig bin ich, dass diese Minibüchlein meine letzte Sonntagsfreude bei Rita - mit hand und herz - sein werden. Aber alles im Leben hat so seine Zeit.

Und Frühlingszeit ist auch Postzeit!  Heuer sind Minibüchlein an der Reihe. Meine erste Assoziation zum Thema war der Bücherschrank meiner Oma. Sie hatte Minibüchlein meiner Uroma liebevoll auf einem Spitzendeckerl drapiert. Lauter alte Schinken waren das. Gedichte von Uhland, Faust,...

So einen Klassiker wollte ich auch machen. Ganz schnell bin ich beim Osterspaziergang gelandet, da mein Vater den so liebt. Ich wollte den alten, herrlich verstaubten Text, mit Bildern ins Jetzt holen.

Fast alle Fotos sind neu. Sie sind am ersten warmen Tag in Wien entstanden. Als ich wieder daheim war fiel mir die Goethe-Statue am Ring ein. Wozu hat man Freunde in Wien? Susanne - mamimade - hat mir die Goethe Bilder nachgeliefert.

Auch beim Einband habe ich versucht modern und altmodisch gleichzeitig zu sein. So habe ich mich für eine Einzelblattbindung entschieden, aber mit opulentem Ledereinband. 

Das war wieder mal eine Postaktion die so richtig lange in der Herstellung gedauert hat. Aber es zahlt sich aus. Meine Minibibliothek zu Hause wächst und wächst!  



Die sonnige Kinderstraße - Eye Poetry



Klappt auch hervorragend mit Steckerl!

Magisches Motto - Kontrast

Lange, sehr lange, hab ich mein Fotoarchiv auf Kontraste hin durchwühlt. Ich mag es alte Fotos unter einem bestimmten Blickwinkel zu betrachten und neu zu entdecken.

Und dann das. Gestern am Abend passierten mir magische Kontrastfotos.  Ein thematischer Volltreffer also. Das Kind hat einen Übernachtungsgast, wir spielen mit der Belichtungszeit, schon beim Fotografieren bin ich richtig geflasht von der Wirkung.

Das Archiv kann warten! 












Poesiealbum


Richtig viel Freude hat mir diese Woche der Eintrag ins Poesiealbum einer Schülerin gemacht. Büchlein mit Lieblingsessen, Liebingstier, Lieblingsmusik, Lieblings-was-weiß-ich-was fülle ich ja gefühlt dauernd. Aber so ein echtes Stammbuch, das hatte ich schon lange nicht in den Fingern.

März 12tel 17


Vorhang auf!


Endlich seht ihr, was sich unter der Schneedecke verbirgt. Ein kleinteiliges Felder-Wirrwarr. Voila!



 

Augen auf! Und das in Rosa...


Sarah Connor hat den Soundtrack zum Shirt: Augen Auf




Was für ein Text!

Wie kam es zu dem Shirt? Tweed&Greets Monatsmotto für den März ist Rosa... ein selbstgenähtes Kleidungsstück in Rosa. Ich mag die Farbe, aber sie steht meinem Hautton nur mäßig. Daher war klar: Ich setzte Akzente! Grau und Rosa sind für mich eine Spitzenkombi, deshalb habe ich in meinen grauen Stoffen mal zu wühlen begonnen. Und da glupschte es mich an - das Auge. Das Lied Augen Auf von Sarah Connor läuft bei uns gerade in Dauerschleife, der Text ist einfach großartig - wie bei so vielen Liedern der CD Muttersprache - also das Thema war mal geklärt!

Der Stoff ist von Ikea und über und über voll mit Augen in den verschiedensten Farben. Allein ist er viel zu krass. Also wieder mal: Akzent setzten. Ist eh ein heftiger Akzent geworden so vorne draufgepappt...
Das Shirt ist einfach prima, bloß der Kragen ärgert mich. Augen auf - möchte ich mir zurufen. Ich habe mich beim Abmessen der Kragenlänge und beim Berechnen geirrt... es wasserlt ein wenig. Ich muss schaune wie sich das beim weiteren Waschen verhält, sonst muss ich den Kragen nochmals erneuern.

Schnitt: Statement (wie passend) Ottobre 2/17 mit erheblichen Änderungen
einfärbige Stoffe: grau und rosa Lillestoff, GOTS... Augen auf ;-)



Ein rosa Teil ist fixer Bestandteil meiner Frühlingsgarderobe: Die rosa Tramper von Waldviertler. Leder ordentlich in Italien gefärbt, fair gefertigt im Waldviertel und in Ungarn... Augen auf! Es ist wichtig womit wir uns umgeben. 



Augen auf! Das ist unser Leben und wir können was bewegen!

Magisches Motto - Bewegung

Bewegungshungrig sind sie, unsere vier selbstgemachent Drachen. Nach der langen Winterpause müssen sie wieder raus! Perfekt um sich für die Magischen Mottos in Szene zu setzen.
















Majestätisch gleiten sie durch die Lüfte, irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass ich die besten Fotos zum Thema Bewegung-und-Drachen schon im Archiv habe. Hab ich euch schon im Jänner bei Abstraktion gezeigt... hmmm. Ihr könnt ja da nochmals nachsehen uns selbst entscheiden. Ich fürchte ihr kommt zum selben Schluss.


Der Frühling ist waldeigen


Will Dir den Frühling zeigen,

der hundert Wunder hat.

Der Frühling ist waldeigen

und kommt nicht in die Stadt.



Nur die weit aus den kalten

Gassen zu zweien gehn

und sich bei den Händen halten - 

dürfen ihn einmal sehn.


Rainer Maria Rilke


Diese feinen Zeilen sind hat Holunder für ihr Eye Poetry Projekt rausgesucht. Ein Gedicht, ein Stücklein Text soll kreativ gestaltet werden. Schon beim Lesen der Zeilen hatte ich dieses Bild vor mir... zwei gehen Hand in Hand,  am Waldrand, im Frühling, die Stadt im Hintergrund... einfach perfekt!
Enstanden ist es bei einem 12tel Blick-Rundgang.



Gemacht war dieses feine Projekt ziemlich schnell. Der Rahmen ist von Ikea, er ist sehr tief. Zwischen Glas und Bild ist Abstand, so entsteht beim Betrachen eine angenehme Tiefenwirkung. Das Bild hab ich im Copyshop auf die perfekte Größe vergrößern lassen, das Gedicht mit weißem Edding aufs Glas geschrieben. Fertig! so richtig gut fotografieren lässt sich das Werk nur nicht, die tiefenwirkung durch versetzte Schrift und Foto krieg ich nicht so ganz abgebildet. Macht nichts, wie ihr seht fügt es sich herrlich ins heimische Chaos.

himmlische Fliesen


Cafe Corbaci im Wiener MuseumsQuartier. Einfach himmlisch, diese Fliesen!


 

Februar 12tel 17


Mein Jänner Bild war schon sehr weiß, aber der Februar ist weißer! Auch dieses Monat bleiben die Landschafts-Details gut versteckt. Ihr müsst euch wohl noch ein Monat gedulden um mehr zu erkennen.







Magisches Motto - Fassaden und Fenster


Zieht wer mit ein? Links, im Regenbogenhaus und rechts, im Peace-Haus, hätte ich ein paar freie Wohnungen für Bloggerfreunde. Der Garten liegt hinten, der Eingang auch, im Keller sind die beiden miteinander verbunden. Na, Lust auf eine WG? Habt ihr schon ein Stockwerk im Auge? Was wollt ihr da machen?



 

Beige



12colours of handmade fashion... Beige also.
Es ist nicht so, dass ich Beige nicht mag. Als Wohnfarbe schätze ich sie sehr!
Mein Kleiderkasten jedoch ist ziemlich Beigefreie-Zone. Das hat etliche Gründe:

  • Mein Hautton ist sehr hell. Der passende Beigeton will mit Bedacht gewählt werden.
  • Ich bin Volksschullehrerin. Ich bin Mama. Grundschulkinder und Beige vertragen sich nicht so gut miteinander.
  • Beige ist für mich eine sehr noble Kleidungsfarbe. Nobel und ich, das passt irgendwie nicht. Meine Kleidung ist praktisch, bunt, ein wenig lustig. Aber sicher nicht nobel.
  • Zierlich ist nicht unbedingt das treffende Wort um meine Figur zu beschreiben. Ich bin groß und kräftig. Um die Hüften rum sogar seeeehr kräftig. Was kräftig ist muss nicht unbedingt mit einer hellen Farbe betont werden.
  • Ich trage sehr gerne bunte Kleidung, allerdings mit ruhigen Zonen. Meine All-Over-Colour-Blocking-Phase ist vorbei! Mein Standardoutfit besteht aus knalligen Schuhen, einer ruhigen Hose, einem knalligen Shirt und einem ruhigen Pulli. Ruhig könnte natürlich auch Beige sein. Die vorherigen vier Punkte sprechen allerdings heftig gegen Beige. Meine Lieblings-Kombi-Farbe ist dunkles Blau! Ganz dunkles Lila und Grau mag ich auch, Braun gefällt mir nicht, Schwarz ist mir zu fad.




Genäht hab ich mir ein Shirt. Ich schwöre, ich wollte es total basic haben. Nur geringelt. Kombifreudig. Aber dann ist mich der Ärmelstoff angesprungen...

Den Schnitt habe ich erstmals probiert, Statement aus Ottobre 2/17. Schnitte müssen bei mir immer angepasst werden. Und wenn es nicht so gut sitzt, dann muss ich ja nicht Stoff in meiner Lieblingsfarbe im Kasten parken...

Ich bin erleichtert, das Shirt ist tragbar, auch wenn Änderungen her müssen. Vom Schnitt weg hab ich schon einiges geändert. Begonnen habe ich mit Größe 44, zur Hüfte hin bin ich aber bei 48 gelandet. Die Ärmelnaht habe ich wie immer nach vorne verlegt und damit das Armloch gleich ein wenig vergrößert. Die Mehrweite habe ich leider gänzlich in der Breite des Ärmels dazugegeben, eine höhere Armkugel wäre besser gewesen. Der Armausschnitt gehört noch ausgeräumt und die Schultern verschmälert, dann wasserlt der Ausschnitt hoffentlich nicht mehr. Die Hüften müssen noch breiter werden. 



Trotzdem bin ich ganz zufrieden. Den Streifeneffekt vom Kragen mag ich sehr gerne und die maritimen Ärmel sowieso. Schrankleiche wird das keine. Lieblingshirt aber wohl auch nicht. Dafür ist mir die Passform nicht gut genug.