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verfuchstundzugenäht

Mit Bus und Bahn

Kinder spiegeln sich im Zug
Zugfahrt nach Wien zum Kindertheater-Abo

In meinem jetzigen Lebensabschnitt bin ich nur mit dem öffentlichen Bus unterwegs, wenn ich mit meinen Schülern in die Bezirkshauptstadt will.

Mit der Bahn fahre ich einige Male im Jahr nach Wien. Um etwas zu besorgen, jemaden zu besuchen, leider so gut wie nie um Abendvorstellungen zu besuchen. Die Taktung am Abend und die frühe letze Fahrt lassen mich da so gut wie immer zum Auto greifen.

Zugfahren als Pendlerin, das habe ich 9 Jahre meiner Schulzeit genossen:

In der Unterstufe musst ich erst 10 Minuten dem Rad zu Bahnhof fahren, dann noch einige Stationen mit dem Zug nach Krems. Schließlich noch mal etliche Minuten stramm bergauf um zur Schule zu kommen. Und mittags alles retour. Regen, Schnee, Sonne... egal. Trotzdem des mühsamen Wegs habe ich ihn echt gerne zurückgelegt. Immer mit den Schulfreunden, immer mit Gaude.

Nach einem Umzug und einem Schulwechsel wurde der Weg in der Oberstufe dramatisch komplitzierter: Der Wecker läutete um 5:00, die restliche Familie schlief noch eine Stunde, während ich mir leise ein Pausenbrot schmierte und frühstückte. 5:20 Abmarsch zum Bahnhof, zu Fuß, nur einige Minuten entfernt. ZWEIMAL umsteigen! Nach knapp zwei Stunden Zugfahrt war ich am Ziel, der HTL St. Pölten. Zu Hause war ich dann wieder um 17:45 oder um 18:45. Und ja, auch samstags war da noch Schule! 5:20 aus dem Haus, 13:15 retour.

Wir haben diesen Irrsinns-Weg zu dritt zurückgelegt. Wir haben viel geschlafen, immer die Hausübung im Zug gemacht, Musik gehört, gelacht und sind anderen Reisenden wohl oft ziemlich auf die Nerven gegangen. Ich würde das heute nicht mal ansatzweise aushalten! Damals war es ganz normal für mich.

Später, beim Studieren, hatte ich in der Früh Mitfahrgelegenheit, nur die Heimfahrt musste ich mit dem Zug bestreiten. Nur mehr einmal umsteigen. Was für Luxus!

Seit ich arbeite bin ich mit dem Auto unterwegs.

Ganz schräg finde ich ja, dass ich kein einziges Foto aus den 9 Jahren exzessiver Schul-Bahn-Zeit verfüge. Handys hatten wir keine. Und wenn der Fotoapparat mal mit war - analog natürlich - hat niemand die Notwendigkeit gesehen im Zug ein Foto zu machen. Bilder im Kopf hab ich jedoch viele. Viele lustige. Viele fade. Viele in jedem Fall, da ich echt viel Zeit im Zug verbracht habe.

Theater


Astrid lädt uns im Februar ein uns Gedanken zum Theater zu machen:



Ich mag Theater. Sehr!
Allerdings mache ich es wesentlich öfter, als ich es konsumiere.

Am Foto könnt ihr mich als Kasperl bewundern. Das Bild ist NICHT im Fasching entstanden. Es war keine Verkleidung, es war mein Kostüm. Meine Leidenschaft für die Bühne wurde schon ganz zeitig geweckt - vom Pfarrer. Klingt lustig, ist aber tatsächlich so. Er war ein echter Theaterfreak. Jedes halbe Jahr wurden im Pfarrsaal zwei große Stücke aufgeführt, eines von Erwachsenen, eines von Kindern. Die Erwachsenen-Stücke waren jedoch nicht die  üblichen leichten Verwechslungskomödien. Lustig wars schon meist - aber mit Tiefgang. Ich kann mich etwa an viel Nestroy erinnern.

In  diesem Stück war ich Kasperl. Ganz klassisch. Prinzessin wird vom Krokodil entführt, Seppl und ich retten sie, die Räuber und der Zauberer müssen auch noch ausgeschaltet werden... ihr merkt schon ich bin der Ober-Hero in dem Stück :-)

Bei diesm Stück bin ich auch erstmal dem Wort "Rampensau" begegnet. Die Pfarrersköchin hat mich so genannt. Das kam so: Das Kostüm hatte hinten einen langen Zipp. Bei einer der Vorstellungen merkte ich plötzlich Luft im Rücken... Der Reißverschluss war über die komplette Länge aufgegeangen und kaputt. Nachdem ich das halbe Stück mit entblößtem Rücken und halb in der Unterhose spielte,  flickte man mir während eines kurzen Abgangs mit zwei Sicherheitsnadeln das Kostüm. Mir war das total egal... Kasperl eben.

Der Pfarrer war aber nicht nur auf der Theaterbühne ein Schauspieler. Er hat die Bühne auch ins Klassenzimmer und den Ambo verlegt. Ich habe seinen Religionsunterricht geliebt! Jede Religionsstunde hat er sich eine Geschichte aus dem Testament vorgenommen und erzählt - aber mit Händen und Füßen, mit Mimik, Stimme, Sapnnung.

Auch ich ertappe mich nun immer wieder, dass ich wie ein Koblod durchs Klassenzimmer hüpfe, mit tiefer Bärenstimme, oder sanft wie ein Engerl spreche, wahnsinnig dramatische Gesten benutze - während wir etwa so was Trockenes wie Satzzeichen der direkten Rede lernen. Oder die Unendlichkeit von Geraden. Oder die Bestimmung der Satzglieder. Oder die Mächtigkeit der Alpen. Egal. Man kann einfach alles irgendwie ein bissl spannender machen als es ist.

Zum Konsumieren bleibt da irgendwie gerade wenig Zeit. Der Weg zum Theater, und das am Abend, ist mir momentan oft zu lange. Wenn es Babysitter gibt, dann werden sie für musikalsiche Events genutzt. Und unter der Woche kann ich schon gar nicht fort. Da leidet ja sonst meine Bühnenpräsenz am nächsten Tag...


Is des in mir oder kennan des olle hean?

is nit lang her - Teytauszug aus einem Hubert von Goisern Lied



Mein Beitrag zur Eye Poetry # 12 ist ein Parallel"gedicht". Huscht zu Holunder rüber und schaut euch das Original an.

Der Klang der Lerche, den man den ganzen Tag in sich rumträgt... das hat mich sehr an ein Musikstück von Hubert vom Goisern erinnert: Is nit lang her
"Is des in mir oder kennan des olle hean" (Ist das in mir oder können das alle hören?) - diese Textzeile hallt seit dem ersten Hören in mir wider. Ich höre sehr oft Melodien, Klänge, Töne in mir. Mit den Jahren hab ich gelernt: Nein.... die hört sonst keiner! Das ist mein kleines Vögelchen im Kopf, das exklusiv für mich zwitschert.

mit dem Fahrrad


Mit dem Fahrrad...
Emma, im Februar? Echt jetzt?
Seht ihr das erstaunte Glupschen meines Rades?
Im Winter bekommt es mich nie zu Gesicht!

Gar nicht. Überhaupt nicht!
Viel zu viel Splitt auf den Straßen!
Uuuuur gefährlich!
Und kalt ist es auch!

...faul bin ich auch...

Das führt auf direktem Weg in die übernächste Woche... mit dem Auto...


zu Fuß unterwegs


So wie so? Sowieso!



Zum Shirt gibts die passende Musik. Der kleine Fuchs hört das Lied rauf und runter, so wie alle Kinder findet er Mark Forster total super. Und ich auch. Die Texte sind einfach ein Hit!


Wunderschön doppeldeutig finde ich das Sowieso, das hab ich mir deshalb vorne draufgedruckt.
Sowieso! - Natürlich wird es gut!
So wie so! - Ob so oder anders... egal! Das wird schon.


Das Grau des Shirts ist nicht zufällig gewählt. Mein heurige Deckenaktion hat im Jänner die Farbe Grau. Wenn möglich, möchte ich jedes Monat das passende Shirt zum Quilt-Block schaffen.


Außerdem sind Biesen drauf! Biesen sind das Thema der Jänner-Stoffspielerei. Auf Baumwollstoff, wie hier, sind sie ja keine Hexerei. Mein Ehrgeiz wollte Biesen auch auf ein Jersey-Leiberl bringen. Ich habe sehr, sehr viel experimentiert. Fazit: Quer zum Fadenlauf ist am stabilsten, unter 0,8 mm geht gar nix. Da gibts nur mehr Wellen.

Bei den unzähigen Probefleckerl war auch ein gestreiftes dabei. Der Effekt von quer abgenähten Biesen hat mir auf dem gestreiften Stoff besonders gut gefallen. Dadurch ergibt sich einfach eine tolle Musterung.



Die Biesen habe ich bei etwa 9 mm abgenäht, entstanden ist eine fast schon geheime Peace-Fahne. Wenn jemand Text aufmerksam liest, dann bemerkt er vielleicht auch die bunten Abnäher.



Grundschnitt (mit langer Anpassungszeit) ist wieder das Shirt Statement aus der Ottobre 2/17. Es ist mein Lieblingsschnitt, wenn "etwas aufs Leiber drauf soll". Es bietet viel gerade Fläche, sitzt aber trotzdem gut. Der Kragen, wie so oft, mein Rollrand.

Der Jersey ist definitiv von biostoffe.at - dem stoffgeschäft meines vetrauens. Ist es ein Stoffonkel-Fabrikat? Da bin ich mir nciht mehr sicher. Wie merkt ihr euch das? Scheibt ihr euch das auf? Ach, irgendwie bräuchte ich da mal ein System.

Hexagons

So fest vorgenommen habe ich mir die Mustermittwoche...
So gefreut habe ich mich über das Thema Hexagons! Schließlich hat mich vor ein paar Monaten das Fieber gepackt...
Und dann schaff ich es doch erst am allerletzen Abdruck - Schon ein wenig vorausschauend, denn mein Jänner wird Weiß statt Grau.


große Hexagons

Geschnitzt aus einem Abfallrest. Hab ich auch in Gelb gedruckt (aber noch unschärfer als das fotografiert), schaut ein wenig nach Zitrone aus.

kleine Hexagons
Gedruckt mit einer Bleistift-Rückseite. Passt ja auch schon ins nächste Muster-Monat! Wirklich seeeehr vorausschauend!


Jänner.Herzblock... mit klitzekleiner Ehekriese

6 Köpfe 12 Blöcke, Jännerblock Herz, Row by Row Quilt

Heuer möchte ich beim 6-Köpfe-12-Blöcke-Projekt mitmachen. Jedes Monat wird ein Patchwork-Block in zehnfacher Ausführung genäht. Am Ende des Jahres hat man eine Patchworkdecke.

Geburtstagsdecke - pro Tag ein Stoffstück, bedruckt mit den Geburtstagen

Ähnliches habe ich 2014 schon mal gemacht. Meine 365er-Geburtstags-Decke ist entstanden. Jeder Tag hat ein Fleckerl. Geburtstage werden auf das Fleckerl gedruckt.

Geburtstagsdecke - pro Tag ein Stoffstück, bedruckt mit den Geburtstagen

Das Farbkonzept: Jedes Monat hat ein Farbe. Am Anfang helle Töne, am Ende des Monats dunkle Töne. Bei der diesjährigen Decke wollte ich das Farbkonzept übernehmen, das heißt mein Jänner startet mit Grau. Und dann kamen die Herzen. Herzen und Grau? Ich war schon versucht mein Farbschema über den Haufen zu schmeißen, aber nun habe ich mich entschieden dabei zu bleiben. Und rosa Herzen kann ja wirklich jeder.

Patchwork Herz


Wo nun die Krise versteckt ist?
Im Hintergund.

Bei meiner 2015 Decke ist der Hintergrund schwarz. Erst wollte ich das auch machen, denn auf Schwarz kommen die Regenbogenfarben erst so richtig schön zur Geltung. Aber bei der heurigen Decke wird der Hintergrund viel dominanter sein. Und ich fürchte das wird mir fürs Wohnzimmer zu dunkel.

ungefärbter Deckenüberzug, gefärbter Überzug mit Kaffee und Schwarztee
ungefärbter Deckenüberzug, gefärbter Überzug mit Kaffee und Schwarztee


Als das Kind einen Nachmittag lang weg war kam mir die zündende Idee: Es gibt einige alte, geerbte Deckenbezüge vom Onkel Gerhard. Reinweiß. Ich könnte sie mit Kaffe, oder Tee, oder so... färben. Schnellentschlossen habe ich zwei verschiedene Überzüge geschnappt und mit kochendem Wasser und etwa 15 Gramm Alaun für zwei Stunden eingeweicht.

Da war noch alles gut. Fotos gibts keine (Gott sei Dank) dafür war die Aktion zu spontan.

Nach zwei Stunden habe ich eine große Kanne starken Kaffe gekocht. Außerdem zwei Kannen mit etwa 30 sehr alten Schwarzteebeuteln angesetzt... auch diese Idee ist verfolgenswert.

Die Schnapsidee kommt nun:  Patchwork-Hintegrundstoffe sind oft ein wenig in sich gescheckert und gefleckt. Das wollte ich auch. Also habe ich die Bettbezüge aufgelegt und zwischen die beiden Kaffeepulver eingestreut, eingerollt und in den dunklen, heißen Färbesud für etwa drei Stunden eingelegt.

Ich habe alles ausgewrungen, die Kaffebröserl so gut wie möglich ausgeschüttelt und den Stoff in die Waschmaschine verfrachtet. Als die fertig war hab ich mich sehr gefreut, dass der wunderschöne Gelb-Braun-Ton immer noch da war. Gewundert habe ich mich, dass gar so viele Kaffeebröserl in der Trommel waren, wo ich sie doch eh so gut ausgeschüttelt hatte.

Nun, die nicht sichtbaren Kaffeebröserl waren noch deutlich mehr. Das Zerlegen der Waschmaschine hat ganz schön lange gedauert, die Stimmung meines Mannes hat sich gar erst am nächsten Tag wieder erhellt...

6 Köpfe 12 Blöcke, Jännerblock Herz, Row by Row Quilt


Ich hoffe der Stoff reicht bis zum Jahresende. Wenn nicht, dann  weiß ich ja jetzt welchen Schritt ich weglasse. Und vielleicht sollte ich darauf warten bis Kind UND Mann das Haus verlassen haben...

Die Farbe gefällt mir sehr sehr gut. Der Stoff vernäht sich zwar ziemlich bescheiden, aber der Glanz der Jaquard Streifen und Eckerl ist super. Der Hintergrund ist damit einfärbig, aber doch lebendig. Den gewünschten Effekt hatte meine clever Stoffwahl eh schon in sich. Extra Kaffeebröserl sehr, sehr unnötig!

6 Köpfe 12 Blöcke, Jännerblock Herz, Row by Row Quilt


Im Jahr 2014 habe ich jedes Monat ein Shirt in der passenden Farbe genäht. Nach vier Jahren haben sich einige unschön verändert. Ich werde das heuer auch wieder machen! Monatsquilt + Leiberl in der richtigen Farbe! Das Shirt zeige ich euch morgen genauer.

Jänner 12tel ... das sechste Jahr!



Ein neuer 12tel Blick Zyklus beginnt, mein sechster 12tel Blick!
Unglaublich!


Zwei Gründe gibt es für diesen Blick:
 
Einerseits kehre mit meinem heurigen Blick ein wenig zum Beginn zurück. Vor sechs Jahren habe ich das Projekt mit dem Blick in den Garten meiner Eltern gestartet. Er ist nach sechs Jahren ein Blick in die Vergangenheit. Ich bin Tabea so dankbar, dass ich die Bilder habe! Ohne dem 12tel Blick hätte ich diese Serie voller Leben - und so war der Garten immer - nicht. Jetzt ist mein Garten sechs Jahre älter und schön langsam spannend zum Fotografieren. Ein Neubau-Garten braucht einfach Zeit.



Andererseits hat mir der Vorjahresblick wieder vor Augen geführt, wie leblos die Felder im Weinviertel daliegen. Keine Tiere zu sehen, nichts wächst hier ohne Absicht. Als wir vor zwölf Jahren die Grenzen unseres Grundstücks markiert haben, haben wir uns ganz bewusst gegen einen Zaun und für Sträucher entschieden. Wir wollen die Natur nicht aussperren, sondern zu uns einladen.







Ich zeige euch die Hecke, die meinen Garten umgibt. Ich stehe auf dem Nachbargrundstück. Hinter mir endet eine Siedlungsgasse, eine Sackgasse. Von dieser Sackgasse führt ein Trampelpfad übers Nachbargrundstück in unseren Garten. Durch diesen "Eingang" fotografiere ich. Beziehungsweise der Fotoapparat. Ich verwende heuer erstmals ein Stativ, deshalb werde auch ich auf den Bildern zu sehen sein. Bis jetzt hatte ich immer einen ganz fixen Punkt. Eine Hauskante, einen Zaunpfeiler,... die mir unverrückbare Fixpunte waren. Ob ich den heurigen Ausschnitt jedes Monat so genau treffe? Wir werde es sehen!

Ich freue mich heuer wieder auf richtig belebte Bilder! In und um unseren Garten herum ist immer was los. Auch mit wenig Schnee geht sich noch eine Schneeballschlacht aus. Ich freue mich aber auch auf den Augenblick, indem die Hecke den Vorhang zu macht und unsren Garten schließt. Die Tiefe in dem Bild sollte sich übers Jahr ziemlich ändern.

Mein Ruhepol

Hände bei der Hochzeit



Spielzeug


Gedanken übers Spielzeug machen wir uns dieses Monat bei Astrid.

Ich grüble schon seit Tagen, ob ich als Kind viel oder wenig Spielzeug besessen habe.
Mein Gefühl: Ich hatte viel Spielzeug.
ABER...
Viel davon war selbst gemacht. Als Kind habe ich das nicht immer geschätzt.


Das große Haus am Foto ist selbstgemacht, das Püppchen im Vordergrund auch.


Auch dieses Haus ist klarerweise selbst gemacht!


Gute 30 Jahre später: Das kleine Haus wird noch immer bespielt. Mein Sohn hat Müllbär und Mülltiger einziehen lassen. Innen wurde einmal neu tapeziert, die Türe repariert, aber die Fassade ist noch original.


Ich habe unglaublich viel  mit Bausteinen und Lego gebaut. Alles davon wurde aufgehoben und 35 Jahre später...


...noch immer werden die Steine verbaut.
Diese beiden Zeitsprünge zeigen ganz wesentliche Werte, die mir mit Spielzeug mitgegeben wurden:
Behandle es pfleglich!
Alles hat seinen Wert!
Selbstgemachte Dinge sind nochmals wertvoller - nicht vom Preis, aber von der Bedeutung.


Ich habe sehr viel mit Alltagsgegenständen gespielt. Ich durfte immer sämtliche Küchenladen ausräumen und kochen. Ich durfte auch mit essen spielerisch umgehen - wenn es dann gegessen wurde. Dinge spielerisch, kreativ zu betrachten - das habe ich definitv von meiner Mama gelernt. Seht euch doch mal das Erntedankfoto aus dem Kindergarten an:


Alle halten ein Körberl in der Hand. Ich bin das Mädchen im lila Kleid - selbstgenäht von der Oma - und mein Erntedank-Ding ist doch einfach toll! Ich habe ein ganzes Maxerl mit. Liebevoll zusammengebaut und nicht nur schön aufgeschlichtet.


Stunden habe ich in Autos verbracht. Ich alleine im Auto. Hinterm Lenkrad oder im Kofferraum. Neuwagen habe ich wegen ihres Geruchs besonders geliebt. Diese sonderbare Vorliebe kommt daher, dass meine Eltern ein Autohaus besaßen. Autos waren einfach immer da - Zeit nicht so sehr. Etwas gabs bei uns auch immer: Schachteln von Ersatzteilen. Die waren mitunter echt riesig - die Fülle an Schachteln war echt ein Hit!


Ich hatte nie nur spezielles Mädchenspielzeug. Es war für mich ganz natürlich mit Flugzeugen und Autos zu spielen.

Als Kind hatte ich nicht das Gefühl viel Spielzeug zu besitzen. Ich denke meine Freundinnen hatten viel, viel mehr. Vorallem Sachen dir gerade modern und angesagt waren. Meine Mama stand da wohl oft auf der Bremse und hat sich immer wieder gegen Spielsachen gewehrt. Meine erste "echte Barbie" (kein Werbegeschenk) hab ich mit zehn bekommen. Die Gründe waren wohl sehr feministische, pädagogisch wertvolle. Ich habe damals natürlich nur gesehen was ich NICHT bekomme.
Die kritische Einstellung zu Spielzeug habe ich über die Jahre wohl inhaliert... ich fürchte mein Sohn "leidet" unter meiner ökologischen, feministischen Grundhaltung ebenso.

Vielleicht wird er es mir auch einmal danken.

Biesen zu Omas 90er

Fototasche, Biesen und Spitzen

Biesen sind das Thema der Jänner-Stoffspielerei. Bei Biesen muss ich sofort an meine Oma denken. Meine Oma war Schneiderin in Spitz in der Wachau und hat wohl hunderte Dirndl genäht. Bis vor etwa 10 Jahren hat sie emsig gearbeitet.

Fototasche, Biesen und Spitzen
Fototasche, Biesen und Spitzen

Mitte Jänner feierte sie ihren 90. Geburtstag. Geschenkt haben wir ihr ein Täschchen voller Fotos. Außen ist das Täschchen die Schürze und die Bluse, innen der Leib. Die lila Blümchen stammen vom Dirndl meiner Schwester, es ist wohl das letzte Dirndl das sie genäht hat. Der einfärbige Lilastoff ist ein Restl von einer meiner Schürzen. Sie enthält auch das Stoffspielereithema, die Biesen. Die Spitzen hat mir meine Oma vor vielen Jahren geschenkt. Der Zwirnknopf ist zwar ganz neu, aber von der Technik her auch auch herrlich alt.

Uroma beim Betrachten der Fotos
Ein Blick über Omas Schulter, beim Betrachten der Bilder. Könnt ihr die zwei Kinder erkennen? Es sind mein Onkel und meine Mama, Ende der 50er Jahre in Wachauertracht. An nahegelegene Dinge erinnert sich meine Oma nicht mehr gut, aber dieses Bild - zwei ihrer Kinder in Tracht - das ist ganz nahe. Auch wenn sie sich an die Herkunft der Stoffe und ihre Trägerinnen nicht so genau erinnert, die Hände haben sich beim Streichen über Biesen und Zwirnknopfe an etliches erinnert. Innerlich, es war in ihrem Gesicht zu sehen. Stoffliche Erinnerung - schön ist das!

In den nächsten Tagen gibt es noch ein weiteres Biesenstück. Biesen auf Jersey - einem Stoff den meine Oma nie verarbeitet hat. Der war ihr immer "zu zahrad". Ich möchte heuer bei allen Stoffspielereien dabei sein und lernen und wachsen an den Themen. Ob Biesen und Jersey funktionieren, das hat mich interessiert.

Mein Lieblingsplatz


Faltstern und Christbaum im Wohnzimmer
Ich bin gerne zu Hause. Ich nehme euch heute in mein Untergeschoß mit. Küche - Essplatz - Wohnzimmer... alles ein Raum.

Christbaum im Wohnzimmer

  • Ich mag das viele Holz.
  • Ich mag die warmen Farben an den Wänden und den Möbeln.
  • Ich mag die "viele Luft" in dem Raum.
  • Ich mag die Felxibilität der Möbel, dauernd rutschen wir rum und stellen um.
  • Ich mag die Offenheit der Möbel. Es gibt, außer in der Küche, nur offene Regale, keine einzige Kastltür versperrt und versteckt den Inhalt. Es ist alles IM Raum, nichts weggesperrt.
  • Ich mag das viele Licht, das durch vier große Türen hereinfällt.
  • Ich mag die Lampen über dem Esstisch und dem Küchenblock. Hier lassen sich Kostbarkeiten ausstellen. So wie der Stern, den ich von Rita bekommen habe.
  • Ich mag den Ofen.
  • Ich mag die leeren Wände. Mein Mann und ich haben weitgehend den gleichen Einrichtungsgeshmack: Holz, warme Farben. Bei den Bildern hat es sich schon immer gespießt. Mir kann es gar nicht verrückt und wild genug sein, meinetwegen noch eigene, große Fotos. Mein Mann hätte gerne "schöne" Bilder, "die was darstellen". Wir haben in den 16 Jahren die wir uns kennen, noch keines gefunden, das beiden gefällt. Und damit wird einfach nix aufgehängt. Was mich anfangs gestört hat schätze ich nun sehr. Bei uns kugelt so viel rum, alles ist farbig - mittlerweile will ich gar keine Bilder. Ich glaube wir brauchen die Wände als ruhigen Konrapunkt.

  • Manchmal mag ich den Kochgeruch nicht.
  • Manchmal mag ich den Platz des Fernsehers in diesem Raum nicht. Ist er eingeschaltet, kann man sich ihm schlecht entziehen. Mann und Kind müssen manchmal mit Kopfhörern fernsehen.
  • Manchmal mag ich die Offenheit des Stauraumes nicht. Es gibt keine einzige Kastentüre, hinter der man schnell Unordnung verbergen könnte... Diese Fotos stammen vom 24. Dezember - nach einer dreitägigen Aufräumtour ist unser Wohnzimmer so aufgeräumt wie nie. Na ja, in einem Jahr dann wieder...



Meine Straße

Meine Straße ist herausgeputz!

Meine Straße ist heute unser Festplatz. Absperrung? Nicht nötig! Die zwei Autos pro Stunde werden uns nicht stören!

Das kleine Füchslein wird 7 Jahre alt.

Eifriges Schmücken, denn...

... das Geschenk wird bald kommen.

Allerletzter Schönheitsschliff für meine Straße...

... sie kommen!

Die Stadmusik Hollabrunn findet sich zu einem Geburtstagsständchen ein.

Der kleine Fuchs hat das Gewinnspiel der Stadtmusik gewonnen.

Stolz ist das Füchslein, entzückt sind die Gäste, erfreut sind die Musiker, die Straße schwingt und klingt.

Bis der letzte Gratulant unsere Sraße verlässt... das dauert noch ein Weilchen.