verfuchstundzugenäht

gespiegelter Apfelbaum


Wenn ich wüsste,
dass morgen die Welt unterginge,
würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen.


 

Vertrautes


Ich bin Lehrerin.
Ich glaube ich bin keine angenehme Schülerin.
War ich noch nie. Werd ich wohl auch nicht mehr.

Ich bin eifrig, das schon!
Ich erledige meine Arbeiten und frage gerne nach.
Aber irgendwie muss ich zwanghaft die Angabe ein wenig ändern.
Egal ob ich ein Kochrezept vor mir habe,
oder ein Schulbuch zum Vorbereiten,
oder die Aufgabenstellung eines Online-Seminars...
Ich muss meinen eigenen Stempel draufdrücken!

Die Aufgabenstellung war recht einfach: Mach ein Foto von deiner Kamera.
Hab ich auch. Kann ja keiner sagen, dass die nicht drauf ist.
Die Post-it am Spiegel... die waren nicht gefordert. Aber auch nicht ausgeschlossen!

Sachen verbiegen, dass sie mir passen - das ist mir vertraut.

Ochs und Esel


Nein, der Christbaum steht nicht mehr in unserem Wohnzimmer!
Die Bilder sind einfach schon so alt...
Das Kindlein hat sich - es ist schon Tradition - zum Weihnachtsfeste ein neu genähtes Christkind-Gewand gewünscht. Heuer sollten es Ochs und Esel sein.


Der Esel befindet sich gut sichtbar am Pulli drauf. Es ist unser Standard-Hoodie aus der Ottobre 4/14, Größe 140. Sämtliche Stoffe sind melierte Lillestoff-Biostoffe. Sie sind unglaublich schön miteinander! Die grauen Paspeln am Kapuzensweater sind gut gelungen, die Kapuze ist kräftig rosa, wie der Esel-Hintergrund.


Vom Ochsen gibts glatt schon Außenaufmahmen, seine Ohren erinnern ein wenig an dern Osterhasen! Der Ochse sitzt am Kurzarmshirt Tomboy, Größe 140. Die Wackelaugen finde ich für die Tiere immer besonders genial. Ich verwende sie seit Jahren, immer wieder wundert mich wie gut sie die Waschmaschine aushalten. Im Laufe der Jahre musste ich erst einmal ein Auge ersetzen.


Falls ihr euch fragt: Wo ist der obligatorische Fuchs? Hier! Und auf der Kapuze ist auch einer.

Altes



Vor etwa 15 Jahren wurde im Hollabrunner Stadtzentrum ein altes Haus abgerissen. Der Bestitzer fragte meinen Mann, ob er ein paar Ziegel wolle. Wollte er natürlich. Tagelang haben wir die Ziegel geputzt und von Dreck befreit.


Die Ziegelzeichen des Hollabrunner Bezirks sind recht gut erforscht, daher wissen wir auch wie alt sie etwa sind.


Nun liegen diese Ziegel schon seit  geraumer Zeit in unsrem Garten als Weg- und Beetbegrenzung.

Neues



Neue Waldviertler. Schuhe sind einfach Rudeltiere.

März.12tel-Blick.2018


Meine lieben Leserinnen und Leser, heute bin ich aufgeregt.
Sehr aufgeregt!

Es ist nicht die vorösterliche Freude, die mich so aufgeregt sein lässt...

Mein Blog bekommt ein neues Baby! Also eigentlich schon einen Schulanfänger. Der 12tel Blick ist nun im siebenten Jahr. Tabea möchte wieder "arbeiten gehen" und sucht Betreuung für ihr 12tel-Blick-Kinderl. Natürlich bleibt sie dem 12tel-Blick erhalten, aber...

Der 12tel-Blick zieht um! Zu mir! Juhu!

Wahrscheinlich fühlen sich manche von euch unbehaglich, so wie ich. Der 12tel-Blick ist eine so feste Konstante in meinem Jahreslauf, und nun zieht er um? Wo wir alle doch Tabea so gerne besucht haben! Aber seht es poitiv. Wenn Tabea Zeit für andere Dinge hat - Bücher, Zeichnungen, Fotos... Kunstwerke, welcher Art auch immer, dann haben wir auch was davon. Wir bekommen sie zu sehen! Und darauf freue ich mich!

Im Laufe des Aprils werden wir den 12tel Blick von Geringswalde nach Hollabrunn umsiedeln. Am 30. April treffen wir 12tel-Blickerinnen uns hier, bei mir. Außer der neuen Adresse wird sich für euch nichts ändern. Wir posten, wie gehabt, ab 30. die Bilder des letzten Monats. Ich freu mich schon ganz narrisch auf euch!

So, jetzt wo die freudige Nachricht draußen ist kann ich mich in Ruhe wieder der Osterfreude widmen:


Noch sieht man von außen in unserern Garten hinein, auch wenn der gewaltige Palmkatzerl-Strauch (Sal-Weide) den Blick schon recht einschränkt auf den österlichen Birnbaum.

Das Kindlein und ich haben einen Osterbaum aufgeputzt. Wir haben ein engagiertes Vorbild (Minute 7!). Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis wir in die Da-klappt-mir-das-Kiefer-runter-Ecke kommen. Aber alles fängt klein an.



Wie der März in den letzten sechs Jahren war? Schaut selbst:


Noch einmal husche ich mit Wehmut und großer Vorfreude zu

Urban Jungle


Faltentasche Susie


Seit Jahren schon möchte ich dieses zauberhafte Schnittmuster nähen - irgendwie gibt es immer ein "wichtigeres" Projekt. Dieses Monat ist bei den Stoffspielereien das Thema Falten dran. Das ist Susies Chance, die das Täschchen sofort genützt hat: sehr flott in der Herstellung - grandios in der Wirkung!



Freebook Susie von Pattydoo - Ich werde bestimmt noch mehr solche Täschchen nähen, die Spielerei mit den hervorbitzenden Farben macht Spaß! Die Einnaht des Zipps hab ich ein bisschen abgeändert, ich mag es, wenn die Enden ds Zipps ganz klar definiert sind und nicht irgendwie sich um die Kruve biegen.

Ostermusterei

Ostereier mit Edding bemalt, schwarz-weiße Blumenmuster

Jedes Jahr entstehen viele Ostereier für den Osterbaum. Jaaa... ich machs heuer spannend - der kommt schon noch :-)

Meine Ostereier 2018 sind mit Edding bemalt. Ziemlich unkomplizierte Blümchen für den Mustermittwoch, aber toll in der Wirkung.

Auch heuer hat das Kind viele Eier, recht flott, bepinselt. Jetzt ist er neun, der Unterschied zu drei ist kaum erkennbar... am Ei.
Rundherum ist vielelicht ein bissl weniger angekleckst, aber sonst... Das Kind hat viel Geduld - aber nicht beim Malen. Seis drum, ich ordne das eher unter Aktions-Kunst ein. Denn die Osterbaum-Idee kommt vom Kind!

Es ist zwar eine Kindersendung, aber liebe Kreativ-Muster-Süchtige, ich garantiere euch einen weit offenen Mund! Ungeduldige sollten bei Minute 7 starten ;-) Ihr müsst dann aber zu Minute 3 zurückhüpfen, denn das Kreativzimmer ist auch nicht schlecht! Die Zahl haben wir noch nicht ganz... aber he - lasst mich mal 70 werden ;-)

Bäume


Baum und Tell a Story... da leite ich heute zu einem alten Post um.

Ich mag Bäume übrigens sehr... sehr, sehr, sehr!
Da könnte man glatt bezweifeln beim alten Post.

Wenn es gut geht (die Minusgrade eeendlich verschwinden) zeige ich euch diese Woche noch meinen Osterbaum... Das ist dann ein lebender... Ich mag Bäume nämlich wirkich!



Wohnsituation. Stadt-Land

Ich wohne in der Stadt Hollabrunn, der Bezirkshauptstadt des gleichnamigen Bezirkes. Die Stadt selbst ist jedoch irgendwie auch nur ein größeres Dorf. 6.910 Menschen wohnen in der Bezirkshauptstadt, im ganzen Bezirk sind 50.700 Menschen zu Hause. Das ergibt eine Bevölkerungsdichte von 50 Einwohnern pro km².

Fotostrecke von Bau eines Keller
Wir wohnen in einem selbst gebauten Haus, ich nehme euch mit auf den Bau.


Fotostrecke von der Errichtung eines Rohbaus

Es war unglaublich intensiv - aber schön. Im Nachhinein bin ich immer noch verwundert was wir da mit Hilfe von Freunden und Verwandten geschaffen haben.


Selbermachen ist einfach sehr befriedigend für mich. Egal ob ich mir Shirts nähe, ein Essen koche oder ein Haus baue, es ist ein feines Gefühl die eigenen Vorstellungen umzusetzen. So kommt es auch, dass sich selbst im Ärgsten Bautrubel Zeit für eine hübsche Eingangstür finden ließ.



Meine Fotos sind ein krasser Gegenpol zu Susannes Stiegenhaus und den Innenhöfen. Keine Stunde wohnt Susanne von mir entfernt - und doch irgendwie in einer ganz, ganz anderen Welt.


März.WonkyStar



wonky... nicht ganz gerade, schief
Das trifft nicht nur auf den März-Streifen zu. Jetzt, mit drei fertigen Monaten, sieht man, dass hier mehr wonky ist als die Stars.


Macht nix! Spaß machts! Die Sterne waren dieses Monat eine ganz schöne Arbeit! Am allerbesten gefällt mir immer noch mein Bettdecken-Selbstfärb-Hintergundstoff. Er schimmert so schön!


Blumen

Gartenblumen-Strauß in der Kaffeekanne

Blumen gibts bei mir nur in den Sommermonaten. Mein Garten ist voller Blumen. Dann und wann schneide ich mir ein Sträußlein für drinnen ab.

Es würde mir gefallen immer einen Blumestrauß im Wohnzimmer zu haben. Aber...

Ich mag keine Blumen kaufen. Es widerstrebt mir Blumen zu besorgen die Tausende Kilometer hinter sich haben. Manche davon werden auch unter bedenklichen Umständen gepflanzt und geerntet.

Frühblüher vorm Haus

Da allles würde für meine eigenen Gartenblumen ja nicht gelten. Aber sie tun mir so schrecklich leid, wenn ich sie abschneide. In der Vase leben sie bestenfalls ein paar Tage. Draußen können sie noch Samen bilden und nächstes Jahr werden sie mehr. Manchmal lass ich die Samen ja aus Faulheit stehen - aber meist doch ganz bewusst. Im Herbst nehme ich viele Samen ab, der Rest bleibt stehen. Ich  "säubere" meinen Garten immer erst im Frühjahr, so können sich sämtliche Tiere im Winter bedienen und verstecken. Der "Nachteil" ist, dass die Blumen  so sehr selbständig durch den Garten wandern... auch durch die Gemüsebeete, wo ich sie nur schweren Herzens verscheuche.

Knospe, Blüte und Samnstand der Federnelke
Knospe, Blüte und Samnstand der Winde
Knospe, Blüte und Samnstand der Tagetes
Knospe, Blüte und Samnstand der Kapuzinerkresse


Und dann erst die kleinen Bienchen und Käferchen. Immer habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich ihnen was wegnehme. Ein bissl übertrieben, ich weiß.

Hummel und Distel

Am liebsten sind mir Blumen einfach in der freien Wildbahn.


Ein tolles "Kinder"-Buch zum Thema:
 Über Land und durch die Luft
Anne Möller
 978-3-7152-0439-0



Pflanzen


Ich habe eine eindeutige Lieblingspflanze: Paradeiser! Man kann auch ganz ordinär Tomate zu ihr sagen. Jedes Jahr baue ich Unmengen von ihnen an.

Am Foto sehr ihr mein Vorjahresprojekt der Arche Noah: Die Samenfestigkeit der Sternparadeiser wurde in verschiedenen Hausgärten getestet. Am Bild seht ihr EINE Paradeisersorte, die Sternparadeiser. Ich habe von jeder Pflanze einen Paradeiser gepflückt... ja ich hatte also 22 Sternparadeispflanzen :-) Nur drei Stauden sind perfekt für die Weiterzucht geeignet. In der mittleren Reihe seht ihr drei ganz dunkle Paradeiser mit hellem Stern. So hätten eigentlich viel mehr aussehen sollen, aber die Paradeiser haben einfach ihren eigenen Kopf. Alle Farben und Schalenformen sind vertreten - ich finde das herrlich, wie störrisch sie sind.

Das ist auch der faszinierende Punkt an Pflanzen. Seit Milliarden Jahren sind sie schon auf der Erde. Sie sind extem zäh und anpassungsfähig. Wir Menschen tun unser Bestes sie zu vestehen, aber sie schlagen uns immer wieder ein Schnippchen.  

Apropos auf der Erde: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt schießt noch heuer einen Satelliten "Eu:Cropis" ins All, voller Tomatensamen. Vor den Auen der Forscher sollen dann im All Pflanzen wachsen und Früchte tragen - eineinhalb Jahre lang ein geschlossenes System aus Urin, Algen, Augentierchen und Tomaten . Erst wird die Schwerkraft der Erde simuliert, dann die des Mars und schließlich Schwerelosigkeit.

Mein Mann belächelt meine Paradeis-Liebe ja immer ein wenig (manchmal flucht er auch - beim Gießen) Aber jetzt ist es klar: Paradeiser sind so cool, dass die DLR einen eigenen Satliten für sie startet... Ich habs ja schon immer gewusst!


Februar.Bright Hopes... MfG

MfG von Fanta4, eigene Abkürzungen auf ein Shirt gedruckt

MfG, der Song der Fantastischen 4 - klick - hat mich zum kleingedruckten Überfluss auf dem Shirt und dem Patchwork-Streifen inspiriert. Gewählt habe ich lauter Abkürzungen, die mit meinem Leben etwas zu tun haben. Ich bin VS Lehrerin, BEd, in HL-NÖ-AUT-EU. BIFIE-PIRLS-IKM frisch aus dem BMBWF... man könnte weinen, oder LOL sagen.

MfG Fanta4 als Inspiration für einen Quilt und ein Shirt

Im Jänner verknüfe ich das 6-Köpfe-12-Blöcke-Quiltthema mit dem Kleingemusterten-Mustermittwoch.

MfG mit freundlichen Grüßen die Welt liegt uns zu Füßen

Erstmals habe ich Bambus-Jersey von Biostoffe.at vernäht. Der fällt sehr weich, ein richtig angenehmer Stoff! Grundschnitt (mit langer Anpassungszeit) ist das Shirt Statement aus der Ottobre 2/17.

MfG - Abkürzungen ergen einen kleingemusterten Stoff

Der Februar Block heißt Bright Hopes. Das farbliche Konzept des Musters sieht zwar ein wenig anders aus, aber so passt es besser in mein Februar-Thema. Anfang Jänner habe ich euch ja schon meinem Färbe-Desaster berichtet. Nun habe ich außen den ungefärbten Bettdecken-Stoff bestempelt. Bei jedem Block kommt eine Abkürzung dazu - bis zum babylonischen Gewirr.
Normalerweise bin ich eine sehr ungenaue Kreuz-und-quer-Nahtzugaben-Büglerin. Hier habe ich mich an die Vorgaben gehalten. Und schau an! So ist das auch hinten ganz  ansehnlich geworden.


Mit dem Auto.Stadt-Land


Seit fast einem Jahr könnte ich sogar öffentlich in die Arbeit kommen, ein neuer Bus wurde in der Früh eingeführt. Warum ich das nicht mache?

1. Ich müsste knapp 20 Minuten zu Fuß zur Bushaltestelle gehen. Das ginge ja noch irgendwie.
2. Ich müsste das Haus eine knappe halbe Stunde vorher verlassen. Knirsch.... geht auch.
3. Ich müsste jeden Tag 4,40€ für die Fahrkarte ausgeben. Na gut, Benzin schenkt mir auch keiner. Zählt nicht.

Aber jetzt:
4. Ich müsste meine Schulsachen tragen.
Ich unterrichte an einer klitzekleinen Volksschule. Im Abteilungsunterricht. Das bedeutet: Es sitzen Kinder verschiedener Schulstufen in meinem Klassenraum. Macht verschiedene Bücher. Viele verschiedene Bücher. Euch zu erklären warum ich die jeden Tag hin und herschleppen muss sprengt diesen Post. Glaubt mir einfach.  Ich brauche sie.



Am Foto seht ihr die normale Tagesladung, verteilt auf zwei Körbe. Ich habe die beiden Körbe heute exra für euch gewogen - und mich sehr geschreckt: 11,6 kg. Na bumm! Gewicht an anderen Tagen:     oben offen auf der unendlichen Lehrer Skala. Das sind ja nur meine Sachen. Ich trage aber auch Hefte und Bücher von Kindern spazieren. Landläufig hat so eine Lehrerin ja einen Halbtagsjob. Stimmt eh. Fast. Ich hab bloß ZWEI Halbtagsjobs. Einen halben Tag in der Schule, einen halben Tag zu Hause. Und die Nachmittagsarbeit will ja auch irgendwie mit. Also schleppe ich fast jeden Tag noch eine Schuler-Stofftasche mit Heften und Büchern der Kinder mit mir rum. Gut, ich könnte natürlich einen Trolley anschaffen, auf einige Dinge verzichten. Und doch:
Ich will das Zeug nicht schleppen!
Find ich super, dass mein Auto das für mich erledigt.

5. In der Früh hin geht ja recht zeitnah. Fragt jetzt nicht nach den Mittags-Bus-Zeiten. Das hier ist eine recht ländliche Gegend. Mit vielen Ortschaften und noch mehr Landschaft dazwischen. Bedeutet die Mittags-Bus-Zeiten sind echt lang. Mit dem Auto kann ich gemeinsam mit dem Kind essen. Sogar kochen. Mehr als schnelle Nudeln gehen sich nicht aus. Aber hey!
Essen mit dem Kind ist mir wichtig.
Deshalb fahre ich Auto.


6. Ich könnte diese tollen Straßenfotos nicht machen. Ich glaube nicht, dass der Busfahrer sofort anhält, wenn ich ein tolles Motiv entdecke. Und ich meine so-fort!!! Es mag euch lächerlich erscheinen, aber...
Ich will enscheiden wie schnell ich die Stecke zurücklege.
Und wo ich mal kurz für ein Foto raushüpfe.



Gut, die Arbeit ist nun geklärt.
Und am Nachmittag?

Da schlägt der Schweinehund gnadenlos zu!

Klar könnte ich die knapp zwei Kilometer zum Supermarkt gehen. Ich fahr auch manchmal mit dem Rad. Im Sommer - siehe da ;-)

Klar könnte ich das Kind zu Fuß in die Horstunde begleiten - öffentlich gibts nicht. Selbst gehen klappt nicht. 9 Jähriger und eine Horn im Koffer - das ist ein krasses Missverhältnis. 35 Minuten hin, 30 Minuten Stunde, 35 Minuten retour. Mit dem Auto geht das irgendwie schneller. Mit dem Auto passt der Einkauf noch da dazwischen rein...

Ein großes Problem des ländlichen Bereiches ist wohl der: Es gibt kein öffentliches NETZ, es gibt einen öffentlichen STERN. Alle Linien führen zur Bezirkshauptstadt hin. Möchte man aber von Dorf zu Dorf gelangen, ist das oft ein mühsames Unterfangen, da man erstmal in die "Stadt" muss  um umzusteigen.

Jederzeit von A nach B zu  kommen - das kann das öffentliche Stern-Netz auch nicht leisten. Daher gibt es hier so viele Autos, in den allermeisten Familien gleich zwei.

Februar.12tel-Blick.2018

gleiches Motiv im Jänner und Februar

Wer da durch den Garten hüpft?
Zottelkralle!


Zottelkralle im Garten

Kennt ihr nicht ?!?!
Bitte -hier- lang!

Wer sich lieber an meinem 6er-Blick gütlich tun möchte, bitte:

6 Motive, Veränderung zwischen Jänner und Februar


Gut Ding baucht Weile



Heute treffen einander die Stoffspielerinnen bei Nahtlust. Faces ist das Februar-Thema.
Ich hab einen Plan! Einen sehr, sehr genialen - wie ich finde.
Allerdings muss es erst Frühling werden.

Seit geraumer Zeit schon ist dieses Shirt zu klein. Und doch liegt es immer noch im Kinder-Kasten. Vielleicht schrupft er ja nochmal? Wer weiß? Die Trennung fällt so schwer.

Da werde ich Abhilfe schaffen. Eine Erinnerungs-Verlängerung auf Stoff. Invers. Nicht blau-orange, sondern orange-blau.

Gedruckt wird im April, denn der ist orange! (hier und vielleicht da kann man schlauer werden)

Außerdem muss es Frühling sein. Schon die erste Benutzung des Siebdruck-Rahmens hat klar gemacht: Ich bin ein Outdoor-Gegenstand. Abgespritzt wird mit dem Gartenschlauch. Aktuell hat es -10 Grad... der Gartenschlauch ist momentan unpässlich. Bis April wird er schon sein angestammtes Platzerl gefunden haben, dann gehts los.

Die Kopf-Spielerei hat schon begonnen, die Stoff-Spielerei wird folgen.



Mit Bus und Bahn

Kinder spiegeln sich im Zug
Zugfahrt nach Wien zum Kindertheater-Abo

In meinem jetzigen Lebensabschnitt bin ich nur mit dem öffentlichen Bus unterwegs, wenn ich mit meinen Schülern in die Bezirkshauptstadt will.

Mit der Bahn fahre ich einige Male im Jahr nach Wien. Um etwas zu besorgen, jemaden zu besuchen, leider so gut wie nie um Abendvorstellungen zu besuchen. Die Taktung am Abend und die frühe letze Fahrt lassen mich da so gut wie immer zum Auto greifen.

Zugfahren als Pendlerin, das habe ich 9 Jahre meiner Schulzeit genossen:

In der Unterstufe musst ich erst 10 Minuten dem Rad zu Bahnhof fahren, dann noch einige Stationen mit dem Zug nach Krems. Schließlich noch mal etliche Minuten stramm bergauf um zur Schule zu kommen. Und mittags alles retour. Regen, Schnee, Sonne... egal. Trotzdem des mühsamen Wegs habe ich ihn echt gerne zurückgelegt. Immer mit den Schulfreunden, immer mit Gaude.

Nach einem Umzug und einem Schulwechsel wurde der Weg in der Oberstufe dramatisch komplitzierter: Der Wecker läutete um 5:00, die restliche Familie schlief noch eine Stunde, während ich mir leise ein Pausenbrot schmierte und frühstückte. 5:20 Abmarsch zum Bahnhof, zu Fuß, nur einige Minuten entfernt. ZWEIMAL umsteigen! Nach knapp zwei Stunden Zugfahrt war ich am Ziel, der HTL St. Pölten. Zu Hause war ich dann wieder um 17:45 oder um 18:45. Und ja, auch samstags war da noch Schule! 5:20 aus dem Haus, 13:15 retour.

Wir haben diesen Irrsinns-Weg zu dritt zurückgelegt. Wir haben viel geschlafen, immer die Hausübung im Zug gemacht, Musik gehört, gelacht und sind anderen Reisenden wohl oft ziemlich auf die Nerven gegangen. Ich würde das heute nicht mal ansatzweise aushalten! Damals war es ganz normal für mich.

Später, beim Studieren, hatte ich in der Früh Mitfahrgelegenheit, nur die Heimfahrt musste ich mit dem Zug bestreiten. Nur mehr einmal umsteigen. Was für Luxus!

Seit ich arbeite bin ich mit dem Auto unterwegs.

Ganz schräg finde ich ja, dass ich kein einziges Foto aus den 9 Jahren exzessiver Schul-Bahn-Zeit verfüge. Handys hatten wir keine. Und wenn der Fotoapparat mal mit war - analog natürlich - hat niemand die Notwendigkeit gesehen im Zug ein Foto zu machen. Bilder im Kopf hab ich jedoch viele. Viele lustige. Viele fade. Viele in jedem Fall, da ich echt viel Zeit im Zug verbracht habe.

Theater


Astrid lädt uns im Februar ein uns Gedanken zum Theater zu machen:



Ich mag Theater. Sehr!
Allerdings mache ich es wesentlich öfter, als ich es konsumiere.

Am Foto könnt ihr mich als Kasperl bewundern. Das Bild ist NICHT im Fasching entstanden. Es war keine Verkleidung, es war mein Kostüm. Meine Leidenschaft für die Bühne wurde schon ganz zeitig geweckt - vom Pfarrer. Klingt lustig, ist aber tatsächlich so. Er war ein echter Theaterfreak. Jedes halbe Jahr wurden im Pfarrsaal zwei große Stücke aufgeführt, eines von Erwachsenen, eines von Kindern. Die Erwachsenen-Stücke waren jedoch nicht die  üblichen leichten Verwechslungskomödien. Lustig wars schon meist - aber mit Tiefgang. Ich kann mich etwa an viel Nestroy erinnern.

In  diesem Stück war ich Kasperl. Ganz klassisch. Prinzessin wird vom Krokodil entführt, Seppl und ich retten sie, die Räuber und der Zauberer müssen auch noch ausgeschaltet werden... ihr merkt schon ich bin der Ober-Hero in dem Stück :-)

Bei diesm Stück bin ich auch erstmal dem Wort "Rampensau" begegnet. Die Pfarrersköchin hat mich so genannt. Das kam so: Das Kostüm hatte hinten einen langen Zipp. Bei einer der Vorstellungen merkte ich plötzlich Luft im Rücken... Der Reißverschluss war über die komplette Länge aufgegeangen und kaputt. Nachdem ich das halbe Stück mit entblößtem Rücken und halb in der Unterhose spielte,  flickte man mir während eines kurzen Abgangs mit zwei Sicherheitsnadeln das Kostüm. Mir war das total egal... Kasperl eben.

Der Pfarrer war aber nicht nur auf der Theaterbühne ein Schauspieler. Er hat die Bühne auch ins Klassenzimmer und den Ambo verlegt. Ich habe seinen Religionsunterricht geliebt! Jede Religionsstunde hat er sich eine Geschichte aus dem Testament vorgenommen und erzählt - aber mit Händen und Füßen, mit Mimik, Stimme, Sapnnung.

Auch ich ertappe mich nun immer wieder, dass ich wie ein Koblod durchs Klassenzimmer hüpfe, mit tiefer Bärenstimme, oder sanft wie ein Engerl spreche, wahnsinnig dramatische Gesten benutze - während wir etwa so was Trockenes wie Satzzeichen der direkten Rede lernen. Oder die Unendlichkeit von Geraden. Oder die Bestimmung der Satzglieder. Oder die Mächtigkeit der Alpen. Egal. Man kann einfach alles irgendwie ein bissl spannender machen als es ist.

Zum Konsumieren bleibt da irgendwie gerade wenig Zeit. Der Weg zum Theater, und das am Abend, ist mir momentan oft zu lange. Wenn es Babysitter gibt, dann werden sie für musikalsiche Events genutzt. Und unter der Woche kann ich schon gar nicht fort. Da leidet ja sonst meine Bühnenpräsenz am nächsten Tag...


Is des in mir oder kennan des olle hean?

is nit lang her - Teytauszug aus einem Hubert von Goisern Lied



Mein Beitrag zur Eye Poetry # 12 ist ein Parallel"gedicht". Huscht zu Holunder rüber und schaut euch das Original an.

Der Klang der Lerche, den man den ganzen Tag in sich rumträgt... das hat mich sehr an ein Musikstück von Hubert vom Goisern erinnert: Is nit lang her
"Is des in mir oder kennan des olle hean" (Ist das in mir oder können das alle hören?) - diese Textzeile hallt seit dem ersten Hören in mir wider. Ich höre sehr oft Melodien, Klänge, Töne in mir. Mit den Jahren hab ich gelernt: Nein.... die hört sonst keiner! Das ist mein kleines Vögelchen im Kopf, das exklusiv für mich zwitschert.

mit dem Fahrrad


Mit dem Fahrrad...
Emma, im Februar? Echt jetzt?
Seht ihr das erstaunte Glupschen meines Rades?
Im Winter bekommt es mich nie zu Gesicht!

Gar nicht. Überhaupt nicht!
Viel zu viel Splitt auf den Straßen!
Uuuuur gefährlich!
Und kalt ist es auch!

...faul bin ich auch...

Das führt auf direktem Weg in die übernächste Woche... mit dem Auto...


zu Fuß unterwegs